Rheine. Auch in Rheine gibt es Grundschulkinder, die entweder gar nicht oder nicht sicher schwimmen können. Gerade Nichtschwimmer benötigen eine intensive Betreuung, die ein einzelner Lehrer oft nicht leisten kann. Um diese Kinder zu fördern, gibt es in Rheine seit zwei Jahren eine Kooperation zwischen Stadtsportverband, TV Jahn, Stadt Rheine und fast allen Grundschulen. Im Rahmen dieser Schwimmförderung üben qualifizierte Schwimmkräfte gezielt mit den Nichtschwimmern im Wasser. Um dieses Projekt fortzuführen und weiterzuentwickeln, haben nun Vertreter aller Beteiligten mit den Rheiner Landtagsabgeordneten Andrea Stullich (CDU) und Alexander Brockmeier (FDP) gesprochen. Petra Teichmann, die Leiterin der Michaelschule, stellte beeindruckende Zahlen vor: „Die Bilanz unserer Schule ist sehr gut. So hatten wir in der Jahrgangsstufe 2 bei insgesamt 45 Schülerinnen und Schülern 29 Nichtschwimmer. Von diesen haben 21 das sog. Seepferdchen erlangt.

Insgesamt können aktuell 42 Kinder schwimmen, die als Nichtschwimmer an unsere Schule kamen. Das verdanken wir diesem Förderprogramm!“ Doch das Programm ist auf finanzielle Hilfen angewiesen, die Unterstützung durch Profi-Schwimmkräfte kostet ca. 12.000 Euro pro Jahr. Dazu Andrea Stullich: „Ich habe bereits mit der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt gesprochen. Sie wird prüfen, ob das Modell in das geplante Landesprogramm ,Schwimmen in NRW‘ aufgenommen werden kann.“ Alexander Brockmeier ergänzte: „Wichtig wäre, Projekte wie dieses strukturell zu fördern, also nicht mit der Gießkanne für ein paar Jahre, sondern dauerhaft. Für meinen Teil werde ich mich in den kommenden Haushaltsberatungen für das Jahr 2019 im Landtag aktiv dafür einsetzen, die Mittel bereitzustellen und zu erhöhen, damit solche tollen Projekte nicht an Geldknappheit scheitern müssen.“ Ein weiterer Gesprächspunkt war fehlendes Personal: „Wir würden uns sehr freuen, schwimmbegeisterte Rheinenser für dieses Projekt zu gewinnen. Wer sich vorstellen kann, den Grundschulen beim Schwimmunterricht zu helfen, kann sich sehr gerne beim TV Jahn melden“, sagte Lars Steinigeweg, Projektkoordinator des TV Jahn. Alle Beteiligten waren sich einig, miteinander im Gespräch zu bleiben.

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