Rheine. Am Montag traf sich Alexander Brockmeier, Landtagsabgeordneter aus Rheine, Mitglied des Innenausschusses und Kreisvorsitzender der FDP Steinfurt, mit Bernd Lange, Oberstleutnant der Reserve. Während Ihres Gesprächs ging es sowohl um die Aufgaben eines Reserveoffiziers als auch um Aspekte der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit und den Bevölkerungsschutz im Kreis Steinfurt. Brockmeier berichtet:

„Reservisten leisten einen sehr wertvollen Beitrag zum Heimatschutz. Für die Bundeswehr liefern sie einen Qualitätsgewinn, da sie durch ihre besonderen zivilberuflichen Qualifikationen neue Expertisen, Fähigkeiten und Sichtweisen einbringen. Es war sehr interessant, mehr über die Arbeit und den Alltag eines Reservisten zu erfahren. So kommen Sie z.B. im Katastrophenfall zum Einsatz, also dann, wenn die zivilen Kräfte nicht in der Lage sind, die Katastrophe zu bewältigen.

Die Zivil-Militärische Zusammenarbeit ist eine der Aufgaben des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus beschäftigt es sich mit territorialen Aufgaben sowie der Reservistenarbeit. Zur territorialen Arbeit zählen beispielsweise die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus gibt es Familienbetreuungszentren und Sportfördergruppen sowie eine Betreuungsstelle der Bundeswehrfachschule. Die Bundeswehr hat insgesamt 25 Standorte in ganz NRW mit insgesamt 30.000 Dienstposten. Das Landeskommando NRW wiederum 150 Dienstposten.“, so Brockmeier.

Das Landeskommando Nordrhein-Westfalen bietet unterschiedliche Möglichkeiten, sich aktiv in die Reserve einzubringen. Darunter fallen einerseits die Verbindungskommandos andererseits aber auch die Personalreserve und sogenannte RSU-Kräfte, also Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Reservisten als Vermittler unseres Landes in Bezug auf sicherheitspolitische Belange einsetzen. Dabei fungieren sie als Bindeglied zwischen der Bundeswehr und der Zivilgesellschaft.

Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen 54 Kreisverbindungskommandos und 5 Bezirksverbindungskommandos. Der Leiter des Kreisverbindungskommandos Steinfurt Oberstleutnant der Reserve Bernd Lange erläutert die Aufgabe: “Das Verbindungskommando soll in seinem örtlichen Zuständigkeitsbereich den Kreis Steinfurt in Bundeswehrfragen beraten, den Informationsfluss steuern und im Katastrophenfall oder bei einem Großschadensereignis die Hilfe durch die Bundeswehr koordinieren.”

„Ein Beispiel für die Arbeit des Kreisverbindungskommandos ist die Schneekatastrophe, die das Münsterland im Jahr 2005 erlitt. Hier waren insgesamt 70 Fahrzeuge und zahlreiche Notstromaggregate der Bundeswehr im Einsatz. Auch bei Hochwasserproblemen im Jahr 2010 sprang das Kommando ein. Mit ihrem Material einerseits und ihrem Personal andererseits stellt die Bundeswehr damit dringend benötigte Hilfestellungen für die Rettungskräfte vor Ort. Diese Fähigkeiten und Ressourcen sind im Zivilen oftmals nicht vorhanden.

Die Herausforderungen, vor denen die Bundeswehr im Allgemeinen und die Reservisten im Speziellen stehen, sind vielfältig, ob es um neue logistische Möglichkeiten, die Personalgewinnung oder Ausbildungsunterstützung geht. Die Reservistinnen und Reservisten im Kreis Steinfurt leisten großartige und wichtige Arbeit und das in ihrer Freizeit. Deswegen ist es unabdingbar, dass wir Ihnen die Dankbarkeit und Anerkennung entgegenbringen, die ihnen gebührt. Dies gilt im Übrigen auch für die Bundeswehr im Allgemeinen.“, so Brockmeier abschließend.

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